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Karl Kühner * 26.04. 1804 Hildburghausen + 11. 09. 1872 Frankfurt
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So entstehen Mythen, Legenden und Verschwörungstheorien: Im Jahr 1807 bezieht ein Paar Schloss Eishausen unweit des südthüringischen Residenzstädtchens Hildburghausen. Er nennt sich Graf Vavel de Versay, ihren Namen erfährt man vorerst nicht. Sie leben sehr zurückgezogen, die Frau gar völlig abgeschieden, stets verschleiert. Als sie nach 30 Jahren stirbt, glaubt niemand, dass sie Sophia Botta geheißen hat. Längst haben die beiden als "Dunkelgraf" und "Dunkelgräfin" ihr Eigenleben in den Phantasien der Menschen begonnen. Karl Kühner war der Sohn des Hildburghausener Hofpredigers, sein Wissen um das seltsame Paar stammt mithin aus erster Hand. 1852 veröffentlichte er in der von Friedrich Bülau herausgegebenen Reihe "Geheimnisvolle Geschichten und rätselhafte Menschen" den Bericht "Die Geheimnisvollen im Schlosse zu Eishausen. Eine wahre Geschichte ohne Lösung". Dies war der Beginn einer ganzen Flut von Spekulationen, die zahlreiche Romane, Erzählungen und mehr oder weniger wissenschaftliche "Theorien" mit sich führte. Vor allem die Person der "Dunkelgräfin" stand und steht dabei im Mittelpunkt. War sie eine Tochter von Ludwig XVI. und Marie Antoinette, in den Wirren der Französischen Revolution eingekerkert, dann durch eine andere Person ersetzt und ins Exil nach Eishausen geschickt? - Wie dem auch sei. Die Geschichte der "Madame Royale" lebt weiter, u.a. in einem "Interessenkreis", dessen Internetauftritt alles Wissenswerte und bislang Geschriebene zu diesem höchst seltsamen Fall aufführt. "Die Geheimnisvollen im Schlosse zu Eishausen" (1852, hier im Faksimilie einer Neuauflage von 1920 bei Reclam)
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