|
Adolph Müllner * 18.10. 1774 Langendorf + 11.6.1829 Weißenfels
|
Die Literaturgeschichte hat Amandus Gottfried Adolph Müllner, wenn überhaupt, als zu seiner Zeit recht erfolgreichen Dramatiker in Erinnerung behalten, einen exzentrischen Charakter, der seine Verleger mit Klagen überzog und auch Rezensenten, die ihn negativ kritisierten, mit rechtlichen Schritten drohte. In der Geschichte der deutschen Kriminalliteratur nimmt Müllner indes eine exponierte Stellung ein. Zu danken ist dies einer kurzen Novelle aus dem Jahr 1828 (in Buchform 1829) namens "Der Kaliber". Wohl macht sie Poes Erzählungen aus den vierziger Jahren des Jahrhunderts ihre Stellung als "role models" nicht streitig, verweist jedoch auf das aufkommende Zeitalter der Detektion, des Indizienbeweises, kurz: des Krimis. Wir stellen den Text hier in einer Ausgabe von ca. 1908 aus dem "Lahrer Hinkenden Boten" zur Verfügung, verweisen auf die schöne Neuausgabe des Liliom Verlags und zwei Artikel zum Text resp. zu seiner historischen Einordnung.
|