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Carl von Holtei: Schwarzwaldau. Mit Erläuterungen und einem Nachwort herausgegeben von Dieter Paul Rudolph. Broschiert, 312 S. ,24 € (porto- und versandkostenfreie Lieferung gegen Rechnung) (Das 1. Buch des Romans im Neusatz können Sie hier im PDF-Format lesen und herunterladen!)
Vorankündigung: Für September ist geplant: Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts. Jahrbuch 2006. Erzählungen von J.D.H. Temme, Benno Bronner und Adolf Streckfuß, dazu Materialien, Erläuterungen und Varia. ca. 300 Seiten, 24 € Subskriptionspreis bis zum Erscheinen: 20 €. Bezieher von "Schwarzwaldau" (nur direkt beim Herausgeber!) erhalten weitere 2 € Ermäßigung beim Bezug des Jahrbuches.
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Pressestimmen zur Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts
Carl von Holtei, "Schwarzwaldau" "Man muss Rudolphs großem Einverständnis mit der Gestaltung der Ei-fersuchts- und Missgunstgeschichte in "Schwarzwaldau" nicht folgen, um diesen Krimi rasend interessant zu finden: Hier versucht sich ein Autor, unter Schmerzen und Verrenkungen, frei zu machen von dem Schwulst deutscher Prosa, von dem fauligen Bodensatz exaltierter Empfindsamkeit und weinerlicher Schwärmerei in einem politisch desolaten Land, um endlich anders von den heiklen und brutalen menschlichen Beziehungen zu berichten. Da fragt man sich: warum wurde dieser Aufbruch wieder vergessen?" (Thomas Klingenmaier, "Stuttgarter Zeitung", 20.04.2006) "Auch Holteis Sprache ist diesem Durcheinander angemessen. Düster schildert Holtei all die Verwicklungen, die Verwirrungen - aber ohne moralischen Zeigefinger, ohne Wertungen, so dass man sich mal mit diesem, mal mit jenem identifizieren und ihn gut verstehen kann. Wie eine dunkle Nebelwand liegt die Trostlosigkeit über der Handlung, selbst wenn einmal Positives beschrieben wird. Man ahnt schon: Das kann nicht gut ausge-hen. Aber wie Holtei das Ende ansteuert und über viele Seiten aufbaut, das ist schon meisterhaft. Seine Spannungsbögen, seine Verflechtungen der verschiedenen Handlungsstränge sind solide, die retardierenden und beschleunigenden Elemente erstklassig gesetzt." (Georg Patzer, "Literaturkritik.de", Juli 2006) ("Schwarzwaldau" wurde zu einem der "Tipps des Monats Juli der Redaktion" gewählt!) "Dann beginnt das große Umlegen. Und aus Goethes rhapsodischem Roman der Entsagung wird eine Art roman noir avant la lettre. Kein Held, keine positive Figur, kein Trost in der Form, keine irgendwo durchscheinende Transzendenz, nichts außer Blut und Elend. Noch nicht einmal wirklich böse sind die Figuren, "gesprenkelte Charactere" nach E.T.A. Hoffmann noch am ehesten. Auch Witz, Komik und Humor sind, wenn sie denn auftreten, eher situativ satirisch, nie systematisch wie bei Hoffmann oder Keller etwa. Das ist für deutsche Verhältnisse immerhin bizarr, weil es den Produktionssschienen für Bizarres nicht folgt. Keine Schauerromantik, keine deutsche Gothic, inszeniert in einer adjektiv-inflationären, superlativistisch aufgeladenen, oft durch Exaltation unfreiwillig komischen Sprache, die selbst für das rhetorisch so schwüle mittlere 19. Jahrhundert bemerkenswert ist. Aber viel zu variabel, um als Trivialliteratur durchzugehen." (Thomas Wörtche, "Freitag", 30.06.2006)
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