Guten Tag

Der deutsche Kriminalroman, pflegt man zu sagen, besitze keine Tradition. Er sei nach den zumeist britischen Vorbildern geformt, also irgendwie epigonal, Aufguss, minderwertig eh wie die meisten "Krimis".

Nachzuweisen, dass all dies nicht zutrifft, ist die "Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts" Ende 2005 angetreten. Was man nicht glaubt, wenn man es nicht schwarz auf weiß besitzt, das muss man eben schwarz auf weiß besitzen, um es denn endlich zu glauben. Denn der deutsche (besser: der deutschsprachige) Krimi hat eine Tradition, eine unterdrückte und ignorierte, eine aber, die, so man sie kennt, uns die Vergangenheit des Genres mit anderen Augen sehen lässt.

Inzwischen, wir schreiben Ende März 2007, hat sich die "Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts" um das frühe 20. erweitert. Es wird fleißig digitalisiert, nicht "selektiv", denn am Beginn jeder ernsthaften Beschäftigung steht das Sammeln von Dokumenten. Die auf diesen Seiten präsentierten Texte genügen bei weitem noch nicht, endgültige Urteile zu fällen, doch sie genügen, um das Vorurteil der fehlenden Wurzeln eindrucksvoll zu entkräften.

Wir machen weiter. Und wir brauchen Ihre Unterstützung. Besitzen Sie "alte Krimis"? Möchten Sie sie uns zum Digitalisieren zur Verfügung stellen (Sie erhalten sie selbstverständlich unbeschadet wieder zurück) oder gar selbst digitalisieren? Möchten Sie anregen und kritisieren, hinweisen? Dann freuen wir uns über eine Nachricht.

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